Spielzeit 2016

„Die Viehwaggons waren von beiden Seiten geöffnet. Meine Nachbarn und meine Tante, die ausgesiedelt waren, standen an der Seite. Meine Schwester war elf Monate alt. Ein Deutscher hat meine Schwester in den Waggon hineingeworfen. Sie ist durch den ganzen Waggon geflogen und die Tante hat sie aufgefangen.“ Zeitzeugin aus Gdynia

Der Zweite Weltkrieg vertrieb Millionen von Menschen aus ihrer Heimat. Das Letzte Kleinod ging auf Spurensuche durch Europa und befragte ältere Menschen aus Russland, Polen und Deutschland, wie sie als Kind ihre Flucht erlebt haben. Aus den Schilderungen entstand eine Theatervorstellung, die in vier alten Güterwaggons aufgeführt wurde und mit der Eisenbahn zu zehn Stationen in Polen und Deutschland fuhr.

Ensemble: Wlada Vladislava, Matylda Magdalena Roźniakowska, Margarita Wiesner, Katja Tannert, Radosław Smużny, Iwo Bochat, Szymon Jabłoński, Marcin Kozioł

Buch und Regie: Jens-Erwin Siemssen
Dramaturgie: Zindi Hausmann
Produktion: Juliane Lenssen

Spielorte: Gdynia, Piła, Poznan, Frankfurt/Oder, Berlin, Lüneburg, Hannover, Bremerhaven, Bad Bederkesa, Geestenseth

Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, Stiftung Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Niedersächsische Staatskanzlei, Stiftung Niedersachsen, Stadt Gdynia, Stadt Poznan, Regionalne Centrum Kultury w Pile, Landschaftsverband Stade, Landkreis Cuxhaven, Stadt Lüneburg, Gemeinde Schiffdorf und der Weser-Elbe Sparkasse. Mit freundlicher Unterstützung durch das Ostptreußische Landesmuseum Lüneburg. In Koproduktion mit dem Kleist-Forum Frankfurt/Oder. Das Projekt wurde im Rahmen von „Szenenwechsel“, einem Programm der Robert Bosch Stiftung und des Internationalen Theaterinstituts gefördert.

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