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Rittergut Altluneberg (2009)

Altluneberg Manor (2009)

 

The village of Altluneberg was shaped by the manor at its center for many centuries. In 1980 however, the iron gates of the manor closed not to be opened for for decades. Theatre group Das Letzte Kleinod told the story of the rise and fall of the manor in a documentary theatre piece. For the performance the manor was opened to the public for the very first time.

 

 

Round tour

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir hatten so einen großen runden Teller. Und da kam, irgendeine Fleischwurst muss das gewesen sein. Der ganze Teller, das war so eine lange Wurst. Also, das war die Schlachtfestwurst. Und dazu gab es Milchreis mit Zucker und Zimt.

 

 

 

Birgit Wieger

 

 

 

 

 

Das war ja alles schon so heimliche Tuerei nach dem Krieg. Das durfte ja nicht öffentlich gemacht werden. Es wurde heimlich gebuttert. So lange bis die Flocken kommen, musste man stampfen. Und denn hat man diese ganze Butter auf Mittelteller müssen aufteilen, damit jeder sein Teil kriegt.

 

 

 

Bodil Strutz

 

 

 

 

 

Ja, es gab eine Sirene. Nee keine, das war später. Aber nicht sehr viel. Wenn Feuer war, dann hatten die dieses Feuerwehrhorn. Dann wurde geblasen. Das konnte man hören, wenn Feuer in Altluneberg. War ja so n langes Messingfeuerwehrhorn.

 

 

 

 

Claas Würfel

 

 

 

 

 

Alles, was bei Schierenbeck war, da war ja auch immer Besuch. Die wurden mit der Kutsche abgeholt. Dann wurde ja die Droschke angespannnt. Die hatten ne Droschke. Da fuhr jeden Mittag nach dem Zwei-Uhr-Zug fuhr die Kutsche zum Bahnhof hin.

 

 

 

 

László Klapscik

 

 

 

 

 

Das Korn wurde ja früher, das wurde ja erst in der Scheune gelagert. Wurde gemäht, wurde das in Hocken gestellt, zum Trocknen. Roggen hing nur n paar Tage und Hafer dauert ja immer etwas länger. Und dann wurde das in die Scheune gefahren und wurde da Garbe an Garbe hingepackt.

 

 

 

 

Nikolas Knauf

 

 

 

Diese Teller, die da noch im Schrank stehen, das sind so größere richtig dicke Porzellanteller. Aber es war schönes Porzellan. So schmale blaue Streifen, und dann so ein bisschen ausgezackt und so leichter Goldumzug. Teller werden in die rechte Hand genommen und mit der linken Hand von links mit einem Abstand von vierzig bis fünfzig Zentimeter hingestellt. Der untere Rand des Tellers schneidet mit der Tischkante ab.

 

 

 

Wiebke Acton, Kirsten Schötteldreier

 

 

 

 

 

 

 

In Altluneberg ist ja auch der Wehdeler Karneval, der ist ja dort gegründet worden. Ganz groß. Achtzehn, zwanzig Wagen. Bunte. Ja, das war ganz groß. Prinz und Prinzessin, die standen denn oben bei Schierenbecks auf der Treppe.

 

 

 

 

Ja, als Kind war ich beim Fischen dabei. Das nannte man Koppelfischerei. Die waren alle begeistert. Von einer Seite zwanzig Leute und auf unserer zwanzig. Und denn haben die das Netz gezogen. Sind die mit Pferden rechts und links gegangen und haben die Netze durchgezogen.

 

 

 

 

Patrick Hellenbrand

 

 

 

Ach, mit der Mühle, mit der Jungmühle. Alle haben sie gelacht. Das war so gelungen, diese Vorführung im Park. Das muss in den Sechzigern, Siebzigern sein. In den Sechzigern eher.

 

 

 

Hier kommt herein, was alt und krumm,

dann macht die Mühle schrumm, schrumm, schrumm.

Und wenn denn alles durchgedreht,

was junges, fesches vor euch steht.

Book and direction: Jens-Erwin Siemssen/ Dramaturgy: Juliane Lenssen/ Actors: Birgit Wieger, Bodil Strutz, Claas Würfel, László Klapcsik, Nikolas Knauf, Patrick Hellenbrand, Wiebke Acton/ Singer: Kirsten Schötteldreier/ Other players: Laienspielgruppe Sellstedt, das-quintett, Karnevalsverein Wehdel/ Objects, stage set: Elze van den Akker, Jos Smeets/ Assistent director: Sabrina Meyer/ Technical staff: Moritz Müller, Hendrik Borowski, Frank Dohrmann, Thimo Kortmann/ Costume: Tanja Künzel/ Office: Martina Krämer, Claudia Stollenwerk

 

 
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