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FLUCHT UCIECZKA (2016)

Die Viehwaggons waren von beiden Seiten geöffnet. Meine Nachbarn und meine Tante, die ausgesiedelt waren, standen an der Seite. Meine Schwester war elf Monate alt. Ein Deutscher hat meine Schwester in den Waggon hineingeworfen. Sie ist durch den ganzen Waggon geflogen und die Tante hat sie aufgefangen. (Zeitzeugin aus Gdynia)

 

Der Zweite Weltkrieg vertrieb Millionen von Menschen aus ihrer Heimat. Das Letzte Kleinod ging auf Spurensuche durch Europa und befragte ältere Menschen aus Russland, Polen und Deutschland, wie sie als Kind ihre Flucht erlebt haben. Aus den Schilderungen entstand eine Theatervorstellung, die in vier alten Güterwaggons aufgeführt und mit der Eisenbahn zu zehn Stationen in Polen und Deutschland fährt.  

 

Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, Stiftung Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Niedersächsische Staatskanzlei, Stiftung Niedersachsen, Stadt Gdynia, Stadt Poznan, Regionalne Centrum Kultury w Pile, Landschaftsverband Stade, Landkreis Cuxhaven, Stadt Lüneburg, Gemeinde Schiffdorf und der Weser-Elbe Sparkasse. Mit freundlicher Unterstützung durch das Ostptreußische Landesmuseum Lüneburg. In Koproduktion mit dem Kleist-Forum Frankfurt/Oder. Das Projekt wurde im Rahmen von "Szenenwechsel", einem Programm der Robert Bosch Stiftung und des Internationalen Theaterinstituts gefördert.

 

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