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EXODUS (2014)

Im Sommer 1947 versuchten 4.500 jüdische Displaced Persons, d.h. durch den Krieg verschleppte und entwurzelte Menschen, mit dem Dampfer „Exodus“ nach Palästina zu gelangen. Unter den Augen der entsetzten Weltöffentlichkeit holten britische Soldaten die Passagiere in Haifa mit Waffengewalt vom Flüchtlingsdampfer. Mit Kriegsschiffen wurden die Juden zunächst nach Frankreich geschickt, wo sich aber die meisten weigerten, von Bord zu gehen. Von dort ging es dann ausgerechnet zurück ins Deutschland der Nachkriegszeit. Nachdem sie einige Wochen in Lübecker Lagern verbracht hatten, trafen im November 1947 2.500 Juden mit dem Zug am Emder Bahnhof ein, von wo aus sie zur Barenburger Marinekaserne geführt wurden. Im friesischen Sengwarden wurden ca. 2.000 Menschen einquartiert. Mehrere Monate warteten sie in den Kasernen auf die erneute Ausreise nach Palästina.

 

Die Künstlergruppe Das Letzte Kleinod lässt in einem dokumentarischen Theaterstück die Geschichte der Exodus-Passagiere an den originalen Schauplätzen in Haifa/ Israel, Emden und Sengwarden wieder aufleben.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch: Fonds darstellende Kunst e. V. im Rahmen des Programms "Un-Orte / Theater im öffentlichen Raum", Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stiftung Niedersachsen, Ostfriesische Landschaft, Kulturbüro der Stadt Emden, Kulturbunker Emden, Stadt Wilhelmshaven, Sparkasse Wilhelmshaven, Oldenburgische Landschaft,Stadt Bremerhaven, BIS Bremerhaven.

 

Fotos: Ingo Wagner

 

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